Püppla bast’ln – Theaterspektakel

Von Pappmaché-Köpfen und dem „Zoo wundervoll“

Im Workshop „Püppla bast’ln“ verschmolzen handwerkliche Präzision und spielerische Spontaneität zu einem außergewöhnlichen Erlebnis. Ohne jede Schüchternheit starteten die Teilnehmenden in die Woche und setzten Arbeitsschritte wie das Modellieren der Puppenköpfe und das Auftragen der ersten Pappmaché-Schichten in beeindruckendem Tempo um.

Die Begeisterung für die Bühne war dabei so groß, dass die Gruppe bereits in den Pausen eigenständig die Regie übernahm und Klassiker wie „Der Froschkönig“ oder „Dornröschen“ in spontanen Durchläufen zum Leben erweckte.

Die Woche war geprägt von einer produktiven Verzahnung zwischen dem Bau der Figuren und der Entwicklung eigener Geschichten. Während am Vormittag im „Stoffladen“ Kleider ausgesucht und Ohren, Nasen sowie Frisuren montiert wurden, entstanden parallel dazu komplexe Szenarien.



So entwickelte die Gruppe das Stück „Zoo wundervoll“, in dem eine vergessene Urlaubsvertretung für Chaos und ausbüchsende Tiere sorgte. Die Kreativität reichte dabei von pantomimischem Fauchen mit Klorollen bis hin zu akrobatischen Einlagen der Zootiere.



Ein besonderer Glanzpunkt war die Entdeckung eines passenden Regenschirm-Knaufs für eine „Mary Poppins“-Einlage, die spontan zu einem fächerübergreifenden Projekt mit Gesang und Tanz ausgebaut wurde.

Ein zentrales Merkmal dieses Workshops war die intensive Kooperation mit den anderen Gruppen des Theaterspektakels. Ob beim „Circle Singing“ mit der Musikgruppe oder der gemeinsamen Erschaffung eines riesigen „Einhornechsenwurms“ – die Teilnehmenden ließen sich gegenseitig inspirieren und bauten Brücken zwischen den Gewerken.



Nach einer Woche voller intensiver Proben und Bastelstunden gipfelte das Projekt in einer großen Aufführung auf der Burgwiese. Mit selbstgestalteten Handpuppen – vom Opa über das Einhorn bis hin zum „Oska“ – und den imposanten Großfiguren an Latten zeigten die Kinder und Jugendlichen, wie viel Selbstständigkeit und Ausdruckskraft in ihnen steckt.

Das Projekt hinterließ das Gefühl einer energetischen Gemeinschaft, die aus einfachen Materialien eine ganze Welt erschaffen hat.