
Die Vision von wundersam anders für die Burg ist: Ein sozialer, offener Stadtteil, indem aktive Nachbarschaft gelebt wird, die existierenden Freiflächen regelmäßig genutzt und gemeinschaftlich bespielt und gepflegt werden und ein reger Austausch unter den verschiedenen Communities existiert. Dem Namen gerecht werdender „sozialer“ Wohnungsbau.
Seit dem Wegfall der sozialplanerischen Seite des Quartiersmanagement gibt es eine klaffende Lücke im Stadtteil, was die soziale Infrastruktur angeht. Es gibt keinen institutionalisierten Treffpunkt, keinen Ort der Begegnung, kein Café oder ähnliches. Auch die Spielplatz Infrastruktur im Stadtteil kann man maximal als bedürftig beschreiben und ist eher an den Minimalanforderungen für ein solches Quartier orientiert.
Seit 2015 organisiert wundersam anders e.V. deshalb sogenannte „Spielaktionen“ auf der grünen Wiese an der August Riedl Straße (Mitten im Stadtteil) Hier wird mit Spielzeug und Bastelmaterial der Raum auf der Wiese in einen Spielort verwandelt. Anfangs noch mit Protest durch Anwohnende, welche sich über die spielenden Kids beschwert haben, ist das Angebot nun fest im Stadtteil verankert und wird seit jeher von den Kindern und Jugendlichen gut angenommen.
Mit dem Projekt „Burg*Insel – Ein Quartier spielerisch verbinden“ gehen wir seit März 2026 nun – unterstützt durch die Fernsehlotterie – den nächsten Schritt und erweitern unser Angebot auf Erwachsene und versuchen hier ein Quartiersentwicklungskonzept partizipativ zu erarbeiten, um den Wandel im Quartier strategisch weiter voranzutreiben.
Warum braucht es einen Treffpunkt mitten im Quartier?
Orte der Zusammenkunft transformieren Stadtteile (zu sehen z.B. am Treff e.V. in der Altstadt) und hieran fehlt es an der Burg. Wir von wundersam anders sind hierbei für eine Lösung mitten im Stadtteil an der großen Wiese. Die damals von Andreas Zippel vorgeschlagene Lösung mit der ehemaligen Caféteria im alten Telekomgebäude, was inzwischen von der Stadt genutzt wird, wäre sicherlich auch eine Verbesserung zum Ist-Zustand, wäre aber bei weitem nicht die Beste Lösung und es bleibt fraglich, ob sie so überhaupt funktional wäre.
In unserer Wahrnehmung als langjähriger Akteur im Quartier, bildet die Wilhelm-von-Diez Straße eine klare Barriere, welche den Stadtteil entzweit. Der Großteil der Menschen wohnt in den zur WSB gehörenden großen Gebäuden auf der Bahnhofseite der Straße. Auf der anderen Straßenseite stehen einige wenige Reihenhäuser und eine ganz andere soziale Gruppe ist hier zuhause. Die Straße ist also reell zwar nur eine kleine Überquerung, stellt allerdings bei den Menschen eine größere Distanz dar, weshalb der soziale Ort im Telekomgebäude eventuell nicht als solcher wahrgenommen werden würde.
Dieses Projekt wird mit Herzblut vorangetrieben und stolz gefördert durch die Deutsche Fernsehlotterie.
