Wenn Teller wirbeln und die Freude am Bewegen verbindet
Auf der Burg-Wiese in der August-Riedel-Straße wurde während der wundersamen Sommerakademie 2026 geworfen, gefangen, gedreht und gelacht. Gefördert durch das Bundesprogramm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ brachte der Workshop „Zauberstrudel“ die bunte Vielfalt der Jonglage und Flow Arts auf das Jahrmarktsgelände.
Hier ging es um weit mehr als um klassisches Ballwerfen. Die Kinder erforschten verschiedenste Bewegungsformen – von Chiffontüchern, Tanzbändern und Lunasticks über Seifenblasenschwerter und Teller bis hin zu Gummibällen für das Jonglieren am Boden.
Der Einstieg begann mit dem Bau der eigenen Ausrüstung. Aus Luftballons und Sand stellten die Teilnehmenden Schritt für Schritt ihr persönliches Dreier-Set Jonglierbälle her, das anschließend individuell bemalt wurde. Parallel bautent die täglichen Einheiten aufeinander auf: Aufwärm- und Bewegungsspiele wie ein abgewandeltes „Ich packe meinen Koffer“ mit individuellen Würfen führten sanft an die Grundlagen heran.
Tag für Tag wurde ein weiterer Ball ergänzt, um das Jonglieren mit zwei und schließlich drei Bällen zu erproben. Nach den Grundübungen nutzten die Kinder die Zeit, um mit Unterstützung neue Tricks an anderen Requisiten zu lernen. Die letzten zwei Tage standen ganz im Zeichen des Feinschliffs und des Einübens einer gemeinsamen Performance.
Die Stimmung in der Gruppe war durchgehend heiter, offen und geprägt von gegenseitiger Motivation. Besonders schön war der Umgang mit Hürden: Wenn das klassische Jonglieren mit Bällen einmal zu Frust führte, wichen die Kinder ganz ohne Erwartungsdruck auf andere Medien aus. Das Tellerdrehen und das Diabolo entwickelten sich schnell zu absoluten Favoriten. Bei strahlendem Wetter wurde der Zeltbereich immer wieder verlassen, um sich auf dem Wiesengelände an der frischen Luft zu bewegen.
Ein zentraler Aha-Moment lag im gemeinsamen Lernen auf Augenhöhe. Die Teilnehmenden schlossen sich zusammen, brachten sich gegenseitig neue Tricks bei und bewiesen, dass kulturelle Bildung keine Einbahnstraße ist – denn auch die Workshopleitung konnte viel von den Ideen der Kinder lernen. Beim großen Finale auf der Burgkerwa präsentierten die jungen Artistinnen und Artisten ihre Kunststücke stolz vor dem Publikum.

