Wie entsteht eigentlich ein Interview? Welche Fragen führen zu spannenden Gesprächen? Und wie können digitale Medien genutzt werden, um die eigenen Ideen und Perspektiven sichtbar zu machen?
Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigten sich die Kinder im Rahmen unseres Projekts „#BurgOnAir“, das über das Bundesprogramm „Kultur macht stark“ gefördert wird. Gemeinsam mit Sven Weiss tauchten sie in die Welt von Interviews, Audiobeiträgen und medialer Gestaltung ein.
Im Mittelpunkt standen dabei die Kinder selbst. Sie entwickelten eigene Fragen, sammelten Themen, die sie interessieren, und führten Interviews miteinander. Die Gespräche drehten sich um ihren Stadtteil Burg, das Spielmobil und persönliche Themen, die ihnen wichtig sind. Dabei ging es nicht nur darum, Antworten festzuhalten, sondern auch zuzuhören, nachzufragen und Geschichten zu entdecken.
Durch die praktische Arbeit mit Mikrofonen und Aufnahmegeräten erhielten die Teilnehmenden Einblicke in die Entstehung medialer Beiträge und konnten ausprobieren, wie digitale Werkzeuge genutzt werden können, um eigene Themen sichtbar zu machen. Medien wurden dabei nicht nur als Konsumangebot erlebt, sondern als Möglichkeit, sich auszudrücken, mitzuwirken und Öffentlichkeit herzustellen.


Besonders beeindruckend war das große Interesse der Kinder an den Gesprächen. Mit viel Neugier entwickelten sie ihre Fragen, führten Interviews und übernahmen Verantwortung für die Gestaltung der Beiträge. Viele freuten sich darüber, ihre Sichtweisen mit anderen zu teilen und ihren Stadtteil aus ihrer eigenen Perspektive präsentieren zu können.
Aus den entstandenen Aufnahmen wird nun ein Podcast entwickelt, der die Stimmen, Gedanken und Geschichten der Kinder hörbar macht. So werden ihre Perspektiven nicht nur innerhalb der Gruppe, sondern auch darüber hinaus sichtbar.
Genau darin liegt eine zentrale Idee von #BurgOnAir: Kinder sollen erfahren, dass ihre Meinungen und Erfahrungen wichtig sind und dass digitale Medien ihnen Möglichkeiten eröffnen, diese sichtbar und hörbar zu machen. Sie lernen, eigene Inhalte zu gestalten, Fragen zu formulieren, kritisch zuzuhören und ihre Gedanken in die Öffentlichkeit zu tragen.
Der Workshop hat gezeigt, wie viel Potenzial in solchen kreativen Medienformaten steckt. Wenn Kinder die Möglichkeit erhalten, selbst aktiv zu werden, entstehen nicht nur spannende Beiträge, sondern auch wertvolle Erfahrungen in den Bereichen Kommunikation, Beteiligung und Medienkompetenz.
Ein Projekt, das deutlich macht, wie wichtig es ist, Kindern Räume zu eröffnen, in denen sie ihre Perspektiven einbringen, Medien aktiv gestalten und ihre Stimmen hörbar machen können.

