Die taz zu Gast in der Burg: Ein Porträt über mobile Jugendarbeit in Bayreuth

Ein ganz besonderer Besuch in unserem Einsatzgebiet im Bayreuther Stadtteil Burg: Die Journalistin Susanne Hagenmaier von der taz hat unsere Arbeit unter die Lupe genommen und einen einfühlsamen Einblick in unseren Alltag bei wundersam anders e.V. veröffentlicht.

Unter dem Titel „Gemeinsam auf einer Decke“ beschreibt der Artikel eindrucksvoll, wie moderne Jugendarbeit auch ohne festes Jugendzentrum funktioniert, wenn sie stattdessen mit einer großen Portion Herzblut, Offenheit und Mobilität gestaltet wird.

Was unsere Arbeit in der Burg so einzigartig macht, fängt der Beitrag genau dort ein, wo unser Austausch jede Woche stattfindet: auf zwei einfachen Picknickdecken. Diese Decken sind unsere mobile Zentrale und ein Ort, an dem alles passieren kann.

Hier trifft unser Spielmobil-Team, auf die Kinder des Viertels. Dabei begegnen wir den jungen Menschen konsequent auf Augenhöhe.

Ein besonderes Highlight des Berichts war der Besuch der Polizei, die kurzerhand in Socken auf unserer Decke Platz nahm, um in entspannter Atmosphäre Fragen zu komplexen Themen wie Rassismus und Sicherheit zu beantworten. Solche Momente zeigen, wie wichtig es ist, genau dort präsent zu sein, wo die Kinder ihre Lebensrealität verbringen – sei es im Park oder beim gemeinsamen Ausflug in die Stadtbibliothek.

Ein zentraler Aspekt unserer Philosophie, der im taz-Artikel hervorgehoben wird, ist das Prinzip des Reagierens statt Agierens. Wir kommen nicht mit einem starren, vorgefertigten Plan in den Stadtteil, sondern schenken den Kindern den Freiraum, den sie in ihrem Alltag oft vermissen.

Wir schauen genau hin, was die Kids aktuell bewegt, und versuchen uns jeden Tag aufs Neue darin, wenig von oben herab zu bestimmen und stattdessen flexibel auf ihre Bedürfnisse einzugehen. Dass Jugendarbeit dabei nicht immer vier feste Wände braucht, wird durch diesen Ansatz mehr als deutlich.

Natürlich verschweigt der Text auch die Herausforderungen nicht, denen wir uns in Bayreuth täglich stellen. Die fehlenden festen Räumlichkeiten und die vielschichtigen Lebensumstände der Kinder in einem vermeintlich idyllischen Viertel fordern uns stetig heraus.

Doch genau diese Komplexität motiviert uns, dranzubleiben und zuzuhören – egal ob es um Schulprobleme, Alltagsrassismus oder einfach nur um das nächste gemeinsame Spiel geht. Wir freuen uns sehr über diese mediale Würdigung unseres Engagements und danken Susanne Hagenmaier herzlich für diesen wertvollen Blick auf unsere Arbeit in der Burg.

Zum vollständigen Artikel: „Gemeinsam auf einer Decke“